Der Weg zum Irish-Dancer

Vielleicht hat der eine oder andere, der unsere Homepage besucht oder Auftritte von uns gesehen hat, sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie man es eigentlich erreicht, hier in Deutschland, wo der irische Steptanz nicht zuhause ist, so tanzen zu lernen. Wir möchten daher einmal eine Möglichkeit hierfür aufzeigen.

Wenn man nicht gerade mit entsprechenden Vorkenntnissen aus Workshops oder einer anderen Tanzgruppe zum IKM (Internationaler Kulturkreis Moers) kommt, nimmt man erst an einem Einsteigerworkshop teil. Hier lernt man zunächst die richtige Haltung und Fußstellung. Bewegungsabläufe werden erlernt  und die ersten Schritte gelaufen, damit man ein Gefühl für seinen Körper und die auszuführenden Bewegungen bekommt. Danach lernt man die Basiselemente der entsprechenden Rhythmusart kennen und arbeitet daran, diesen Rhythmus zu halten und die einfachsten Schrittkombinationen fließend zu tanzen. Ganz nebenbei erhält man jede Menge Hintergrundwissen.

Zu Beginn braucht man noch keinerlei Ausrüstung. Man sollte beim Training bequeme Kleidung tragen, ferner ist ein Getränk angebracht und ein kleines Handtuch, das für etwas besonderes benötigt wird (was, wird hier nicht verraten). Und natürlich geeignete Schuhe. Dies sind zum einen „Softshoes“ also z.B. Ballettschuhe, Jazzdanceschuhe oder ähnlich weiches Schuhwerk oder notfalls ganz einfach dicke Socken, sowie normale Schuhe mit glatter Sohle, die über den Boden „rutschen“. Also keinesfalls Schuhe mit Gummisohlen, mit denen man am Boden kleben bleibt. Von Sportschuhen können wir daher nur jedem abraten wegen der Verletzungsgefahr. Wer diesen Tanzsport später weiterbetreiben möchte, kann über uns Schuhe bestellen. Wir beziehen Hardshoes sowie Softshoes bei einem Hersteller in Dublin. Für die Softshoes haben wir noch eine weitere Quelle in Dundalk. Die Hardshoes kosten je nach Größe ab 75,- Euro und die Softshoes je nach Ausführung, Hersteller und Größe zwischen 25,- und 40,- Euro. Es gibt auch Geschäfte für Tanzsportbedarf in Düsseldorf und Köln, die ebenfalls irische Stepschuhe vertreiben, allerdings von anderen Herstellern.

 Bald wird man feststellen können, ob man mit dieser neuen Tanzart zurechtkommt und Spaß daran hat, weiter zu machen. Wer weitermachen möchte, nimmt an den regulären Anfängerkursen des IKM teil. Hier lernt man, wie man den Rhythmus sicher halten kann und erlernt nach und nach alle einfachen Schrittkombinationen der entsprechenden Rhythmusart bis hin zum fertigen Tanz. Dazwischen wird immer wieder am Tempo gearbeitet und versucht, zur Musik zu tanzen. Als Krönung kommt zum Schluss eine kleine Choreografie, damit das Ganze auch nach was aussieht und Zuschauer zusätzlich Beeindruckt.

Insgesamt sind es drei Grundkurse für sogenannte Hardshoetänze in den Rhythmusarten Reel, Hornpipe und Jig. Dafür kann man ca. 1 ½ Jahre einkalkulieren. Dabei trennt sich auch schon sozusagen „die Spreu vom Weizen“. Wer zwar gerne tanzen möchte, das aber eigentlich mehr als Freizeitbeschäftigung sieht, kann in den Kursen verbleiben und mit den neu hinzukommenden Kursteilnehmern alles noch mal mittanzen, gleichzeitig ein paar neue Schrittvarianten dazulernen und Technik und Tempo verbessern. Es kommt dann auch nicht drauf an, ob man  regelmäßig zum Training kommen kann, denn hier steht der Spaß am Tanzen mit den Kursteilnehmern im Vordergrund.

Wer jedoch ehrgeizig ist und vielleicht sogar davon träumt, auch vor Publikum zu tanzen, muss schon etwas mehr tun. Dafür ist regelmäßiges Training erforderlich, denn dann wird hart und kritisch an der korrekten Ausführung der Schritte und dem Rhythmus weitergearbeitet als Vorbereitung für Workshops bei irischen Tanzlehrern. Das Tempo wird angezogen, auch die Schrittkombinationen werden komplizierter und die Haltungsübungen werden durch Elemente aus dem Softshoetanz unterstützt. Nun hat man auch das Rüstzeug, an Kursen mit irischen Tanzlehrern teilzunehmen ohne dass dabei Frust aufkommt, denn dann ist man in der Lage, die wichtigsten Basiselemente zu tanzen, auf die dabei aufgebaut wird und kann beim Tempo mithalten.

Also, worauf wartet ihr noch! Möchtet Ihr es nicht auch mal versuchen? Meldet euch einfach bei heike.kerkhoff@celtic-rhythm.de,
dort erfahrt ihr alles weitere.